Permalink

0

An alle Hacker

Herzlichen Glückwunsch!

Ihr habt es erneut geschafft. Bitte, belasst es doch bei einem einzelnen Jubel-Post.
Ich habe hier keine Geheimnisse versteckt, hier gibt es weder Fame noch sonst was.

Das hier ist mein ganz persönlicher Mindblog.
Wenn ihr ein besonderes Lebensmotto habt, könnt ihr mir das einfach in einem Kommentar schreiben. Dann nehme ich ihn in meine Sammlung auf.

Danke.

Permalink

0

Die Weihnachtsameise


Sebastian stand im Wohnzimmer vor der Weihnachtskrippe und kaute auf seiner Unterlippe.

Das tat er immer, wenn er intensiv nachdachte.

„Du Vater, warum wird Gott an Weihnachten ein Baby?“

„Wie?“ überrascht sah der Vater auf.

„Warum wird Gott an Weihnachten ein Baby?“ Sebastian blieb beharrlich bei seiner Frage.

„Ja, weißt du, ich glaube, Gott wollte den Menschen nahe sein, er wollte, dass sie ihn verstehen, …“
„Als Baby?“ Sebastian schüttelte den Kopf. Wenn Gott wollte, dass die Menschen ihn besser verstehen, dann hatte er keinen guten Weg ausgewählt. Was sollte da ein kleines Kind ausrichten? Es konnte ja noch nicht einmal reden!

Der Vater hatte sich inzwischen gefangen. „Ich habe da mal eine Geschichte gehört, mit der man das vielleicht besser verstehen kann.

Mal sehen, ob ich sie noch zusammen bekomme.“

Sebastian kletterte auf Vaters Schoß und blickte ihn gespannt an.

„Also ich glaube, die Geschichte ging so:

Eines Tages ging der alte Lord mit seinem Sohn in den Wald. Sie schritten zwischen den mächtigen Bäumen hindurch. Der Lord hatte beschlossen, alle fällen zu lassen. Schon bald würde man hier das Klingen der Äxte und die Rufe der Waldarbeiter hören. Dieser Wald hatte seine Zeit gehabt. Alles würde hier neu werden. 

Der Sohn war vor einem Ameisenhaufen stehen geblieben. Interessiert beobachtete er das emsige Treiben der kleinen Tierchen. Alle waren sehr beschäftigt. Einige schleppten Tannennadeln, andere Steinchen, die größer waren, als sie selbst. Wieder andere liefen nur hin und her und man konnte nicht erkennen, was ihre Aufgabe war.

„Was wird aus diesen Ameisen hier passieren?“ Der Sohn sah seinen Vater fragend an.

„Auch für sie wird es ein Ende haben, wenn wir den Wald schlagen.“

„Aber das müssen wir ihnen doch sagen!“

Der Lord lächelte. „Ihnen sagen?! Wie wollen wir den Ameisen sagen, dass es mit dem Wald und mit ihrer kleien Welt , ihrem Ameisenhaufen, zu Ende geht?“

„Ich weiß es, rief der Junge aufgeregt und nahm einen großen Stein und ließ ihn mitten in den Ameisenhaufen fallen.“

„Was tust du da?“ rief der Lord. „Du zerstörst ja alles!“ „Nicht alles. Aber ich muss ihnen doch irgendwie sagen, dass Gefahr besteht!“ Auf dem Ameisenhaufen war inzwischen die Hölle los. Wie sinnlos liefen die kleinen Tiere hin und her. Der Stein war tief eingesunken.

„Ich bin gespannt, was nun passiert“, interessiert beobachtete der Junge die Tiere.

„Komm und lass uns weiter gehen“, drängte der Lord. „Auf dem Rückweg können wir hier noch einmal vorbeigehen.“

Widerstrebend ging der Junge mit. Als die beiden nach geraumer Zeit wieder zum Ameisenhaufen kamen, hatte sich die Aufregung dort schon gelegt. Von der Zerstörung war kaum mehr etwas zu sehen. Der Stein war eingebettet in die Ameisenwelt. Das Ameisenleben ging wieder seinen gewohnten Gang.

„Sie haben nichts begriffen!“ rief der Junge aus. „Alles ist wie vorher.“

Nach einer Weile meinte er leise: „Wahrscheinlich müsste ich eine Ameise werden, damit sie verstehen, was ich ihnen sagen will.“

Der Lord sah ihn fragend an. „Ich müsste ganz klein werden. Einer von ihnen. Müsste ihre Sprache sprechen, in ihrer Welt leben.“

„Ja“, der Lord nickte. „Das währe wahrscheinlich die einzige Möglichkeit. Aber ob sie dir dann glauben würden? Ob sie dir glauben, dass du mein Sohn bist, ob sie dir glauben, dass du weißt, was mit diesem Wald und mit ihrer kleinen Welt passiert?

„Man müsste es versuchen“ sagte der Junge. „Man müsste es versuchen“, nickte der Lord.

Aufatmend lehnte sich der Vater im Sessel zurück.

„Ich hätte es auch versucht.“ sagte Sebastian.

„Ja, ich weiß.“ Der Vater lächelte. „Gott hat es auch versucht. Er wurde so klein wie ein Mensch und lag eines Tages als neugeborenes Baby in der Krippe. Er wollte dass wir ihn verstehen. Und“ fügte er ernst hinzu, „nur wer glaubt, dass das Kind in der Weihnachtskrippe Gottes Sohn ist, wird ihn verstehen und was noch wichtiger ist – wird ihn ernst nehmen.“

Sebastian war aufgestanden und zur Krippe gegangen, um sich noch einmal das Jesuskind an zu sehen.

Deshalb wurde Gott ein Baby. Wir waren ihm nicht gleichgültig. Er hatte uns etwas Wichtiges zu sagen.

Langsam begann er zu begreifen, was Weihnachten wirklich war.

Permalink

0

unsere Zukunft

Die einzige Lösung für unsere Zukunft:

Bildung, Verstehen und Liebe

Ich hoffe, das unsere Zeit noch ausreicht. Weil wir alle Menschen sind. Ganz gleich, in welchem Land wir geboren sind, welche Sprache wir sprechen und welchem höheren Sein wir uns anvertrauen. Wir sind miteinander verbunden, wir sind eins. Was wir dem fremden antun, tun wir uns selbst an.

Permalink

0

Jochens Ruhe

Auf einer Weinachtsfeier hat Jochen mir sein Geheimnis verraten.

„Die Leute fragen mich immer: ‚Jochen, wie bleibst du immer so ruhig?‘, ganz einfach: Wenn ich den Wasserhahn aufdrehe, bekomme ich sauberes Trinkwasser, niemand schießt auf mich, was sollte mich da aus der Ruhe bringen?“

Danke. 🕊

Permalink

0

SELBSTLIEBE

ein Gedicht von Charlie Chaplin,
vorgetragen an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1956

Als ich begann mich selbst zu lieben, erkannte ich, dass Schmerz und emotionales Leid nur Warnzeichen dafür sind, dass ich dabei war gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich, das ist Authentizität.

Als ich begann mich selbst zu lieben, habe ich verstanden, wie sehr es jemanden verletzen kann, wenn ich versuche ihm meine Wünsche aufzuzwingen, obwohl ich wusste, dass es nicht der richtige Zeitpunkt war und die Person nicht bereit dafür war, obgleich ich selbst diese Person war.
Heute nenne ich es Selbstachtung.

Als ich begann mich selbst zu lieben, habe ich aufgehört, nach einem anderen Leben zu verlangen, und konnte sehen, dass alles, was mich umgab, mich einlud zu wachsen.
Heute nenne ich es Reife.

Als ich begann mich selbst zu lieben, habe ich verstanden, dass ich in jeder Lebenslage, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und alles geschieht im absolut richtigen Moment. Also konnte ich ruhig sein.
Heute nenne ich es Selbstvertrauen.

Als ich begann mich selbst zu lieben, hörte ich auf, mir meine eigene Zeit zu stehlen und ich hörte auf, riesige Projekte für die Zukunft zu entwerfen.  Heute mache ich nur das, was mir Wonne und Freude bereitet; Dinge, die ich liebe und die mein Herz zum Lachen bringen. Und ich tue sie auf meine eigene Art und Weise und in meinem eigenen Rhythmus.
Heute nenne ich es Einfachheit.

Als ich begann mich selbst zu lieben, befreite ich mich von allem, was nicht gut für meine Gesundheit ist,  von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich hinunter zog und weg von mir selbst. Anfangs nannte ich diese Haltung gesunden Egoismus.
Heute weiß ich, es ist Selbstliebe.

Als ich begann mich selbst zu lieben, hörte ich auf, zu versuchen immer recht zu haben, und seit dem habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich entdeckt, das ist Bescheidenheit.

Als ich begann mich selbst zu lieben, weigerte ich mich weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um die Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur für den gegenwärtigen Moment, in dem alles geschieht.
Heute lebe ich jeden einzelnen Tag, Tag um Tag, und ich nenne es Erfüllung.

Als ich begann mich selbst zu lieben, da erkannte ich, dass mich mein Verstand durcheinanderbringen und krank machen kann. Aber als ich ihn mit meinem Herzen verband, wurde mein Verstand zu einem wertvollen Verbündeten.
Heute nenne ich diese Verbindung Weisheit des Herzens.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten oder irgendwelcher Art Probleme mit uns selbst oder anderen zu fürchten. Sogar Sterne kollidieren und aus ihrem Zusammenprall werden neue Welten geboren.

Heute weiß ich: Das ist das Leben!

error: Content is protected !!